Mofarennen Halbemond

und die Tücken der Technik ...

Ein Mofarennen- angemeldet hatten sich Vereinsmitglieder bereits im vergangenen Jahr. Und so wurde überlegt, was man denn so machen könnte, das Regelemet war einfach - Mofablock mit Tretwelle, Rest egal.
Nun gut, eine Kreidler sollte es schon sein. Der Flory Rahmen war ebenso wie der Flott Rahmen zu instabil, denn schließlich handelte es sich um ein Moto Cross Gelände mit diversen Sprunghügeln, mehr was für die "Profis". Es wurde probiert, gemacht....aber so richtig war das alles nicht mit den Mofafahrwerken.
Die Zeit rückte ja auch immer näher. Dann, zwei Wochenen vor dem Rennereignis die Idee, einen VanVeen Rahmen nehmen! Also bei Vereinsmitgliedern gefragt, und Ja, ein Rahmen der letzten Van Veen MC war beschafft.

Nun wurde es natürlich knapp, aber wir wollten professionell arbeiten. Der Rahmen wurde von Vereinsmitgliedern in Rekordzeit kunstoffbeschichte; der modifizierte 3-Gang Motor aufgebaut und viel telefoniert. Zylinder wurden besorgt,und alles wurde auf Gebläsekühlung umgebaut (wegen zu befürchtender Schlammschlacht - Ostfriesland live eben).

Gabel und Laufräder aufgebaut und dann die Auspuffanlage angepasst, das kostete zwei Tage. Der VanVeen Ansaugstutzen mochte auch nicht so recht auf den Gebläsezylinder, also Adapter fräsen. So ging eins ins andere.

Der Tag vor dem Rennen:

Die Kleinigkeiten kamen, und die Nacht....so wurde es 2 Uhr.

Der Renntag:

Frühstück 6.00 Uhr - letzte Schwierigkeiten ausmerzen, der Motor  war immer noch nicht vollgasgetestet, aber wozu gibt es die technische Abnahme. Um 9.00 Uhr dann endlich alles fertig und ab zur technischen Abnahme um 10.00 Uhr.

Der Motor läuft, das Rennen beginnt - sie läuft und läuft....bis nix mehr läuft. Kein Zündfunke mehr, die gute Bosch hat aufgegeben.

Klar -  Zündanlage haben wir dabei, jedenfalls die Spulen, ist schnell gewechselt...aber immer noch kein Funke. Die gute "schwarze MHKZ Box" ist also defekt.

Und zum Glück...ein RS Fahrer...ein wenig Überzeugungsarbeit und die RS ist ohne Zündanlage; dafür geht es bei uns aber weiter. Es ist schon interessant anzusehen, wie dieses Fahrwerk durch alles geht und über alles springt, manchmal dürften selbst die montierten Federn einer Yamaha XT 500 an ihre Grenzen gestoßen sein. Und das alles bei einer bescheidenen  Motorleistungen von max. 7 PS.

Das Rennen wurde so auch bis zum Ende gefahren und nach 6 Std. gingen wir durchs Ziel. Dann die Auswertung der Fahrdaten und für uns das Ergebnis....Ja, wenn da nicht die Batterie im Tacho schlapp gemacht hätte. An alles hatten wir gedacht, aber dass die kleine Knopfzelle einen Exitus erleidet, daran nun nicht...aber wir lernen ja. Für das erste Mal sind wir zufrieden, bei nächsten Mal ganz vorne.