oder..die Analyse vom Mytos der Van Veen Zylinder
Als Grundlage dieser Leistungssteigerung dienten RS Zylinder mit der Kreidler
Ersatzteilnummer 15.43.99 und RMC/RMC-S Zylinder mit der Teilenummer 15.73.85
und der Bezeichnung A3 (zu finden
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Alle
Kanalkanten in der Zylinderlauffläche wurden sorgfältig angefast,
und so sah der fertige Auslaßkanal nach der Bearbeitung aus:
Beim Einlaßkanal wurde mit gleicher Sorgfalt vorgegangen. Auch hier
wurde im Anschluß die Kanaloberfläche geglättet, aber nicht
poliert! Gerade durch die leicht raue Oberfläche wird Gemisch gut verwirbelt
und sorgt so für eine bessere Verbrennung.
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Die Einlaßoberkante wurde auf 51.00 mm, gemessen von der
Zylinderoberkante, die Einlaßunterseite auf 66.00 mm gemessen von der
Zylinderoberkante erweitert. Dabei formte sich derMündungsbereich in
den Zylinder
wie aus
Abb.1 ersichtlich. Den Ansaugstutzenflansch vergößerte man auf
28.00 mm * 19.00 mm. (sh. Abb.2) Dabei formte sich der Einlaßkanal
leicht trichterförmig zur Zylinderlaufbahn aus. In Abb.3 kann der
Einlaßkanal und die Zusatzüberstromkanäle (Stützkanal)
betrachtet werden. Auch beim Einlaßkanal wurden die Übergänge
zur Laufbahn an angefast.
Die Zusatzkanäle wurden wie aus der
Abwickl
ung
ersichtlich gefräst. Hierbei ist es wichtig, dass die Kanäle mit
einem Winkel von ca. 60 ° in Richtung Auslaßkanal austritt,
um die Spülung wirkungsvoll zu unterstützen. Die genauen Maße
für die Zusatzüberstomkanäle sind aus der Mantelabwicklung
ersichtlich. Hier ist auch durch einen blauen Strich die Laufbahn des
Kolbenringstoßes markiert.
Auf dem Schnittbild "12 PS" sind die vergrößerten Kanäle
und der neue Stützkanal zu erkennen. Der Stützkanal hat eine Breite
vom 9.00 mm und ist max. 4.00 mm tief in den Zylinder gefräst. Um den
Gasstrom der Hauptüberstromkanäle optimal

zu stützen, ist ein Winkel von 60 ° sehr wichtig. Um den genauen
Winkel zu ermitteln, könnte man eine Papp- oder Papierschablone gefertigt
und diese als Hilfswerkzeug benutzt haben. Der Abstand vom Einlaßkanal
beträgt 3.00 mm. Es ist auch darauf zu achten, dass der Kolbenringstoß
(blau) auf dem Steg zwischen den beiden Stützkanälen liegt,
hier durfte also später im Betrieb der Kolbenring nicht ausfedern!
Der "blaue" Strich in der Abwicklung zeigt den Weg des Kolbenringstoßes.
Schmiedekolben, in unserem Fall asymmetrische Einring-Schmiedekolben sind
Kolben, die aus einer stranggepressten speziellen Aluminium-Silizium-Legierung
(AlSi 18 CuNi oder AlSi 25 CuNi) geschmiedet sind und besonders
gehärtet werden. Sie haben eine höhere Festigkeit wie der Serienkolbens
(195- 360 N/mm2).
An "unserem Van-Veen" Schmiedekolben wurden nun zwei 6mm Löcher gebohrt
und quadratisch zugefeilt, die im Betrieb mit den Stützkanälen
korrespondieren und das Kolbenhemd wurde einlaßseitig um 1.5 mm
gekürzt (asymmetrischer Kolben).
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Das Maß -B- ist die Breite des Zylindersteges zwischen den gefrästen
Stützkanälen. Das Maß -A- ist die Entfernung des Bohrungen
zum Kolbenringsitz, hier 1mm. Der Kolbenringstoß muß genau mittig
zwischen den neuen Bohrungen sein und die beiden Bohrungen wurden in
einem Winkel von ca 10° gebohrt (sh. Bild oben). Weitere Informationen
(
sh. Kolben)
Die Leistungssteigerung war nur in Verbindung mit folgenden Komponenten
möglich:
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Das war nun viel Material, und Ihr habt sicher gesehen, das Motorentuning
sehr viel Arbeit war und ist und auch viel Zeit in Anspruch nimmt.
Hersteller von Schmiedekolben und Resonanzauspuffanlagen sind dem Verein
bekannt. Der Zylinder sollte nach der Bearbeitung möglichst neu beschichtet
werden. Dieses deshalb, damit die Nikasil-Beschichtung in den Kanal
hineinläuft Quelle: Mahle). Dadurch hat der Kolbenring beim Überlaufen
des Kanalrandes eine bessere Führung .
Bei der Kurbelwelle solltet das untere Pleuellager durch eines mit
"Silberkäfig" ersetzt werden.
Der Kolbenbolzen war
konisch
ausgedreht und die Kupplung um eine Stahl-Reiblamelle verstärkt .
Update: 02.2001