Elektrotechnische Grundbegriffe
In unseren Kreidler Zweirädern befindet sich eine elektrische Anlage,
in der die Elektrizität erzeugt und durch die verschiedenen Verbraucher
genutzt wird. Grundsätzlich unterscheiden wir drei Gruppen elektrischer
Geräte: der Stromerzeuger (Schwunglichtmagnetzünder),der Stromsammler
( Batterie), und die verschiedenen Verbraucher ( Zündung, Lichtanlage,
usw.).
Der elektrische Strom
Unter elektrischem Strom versteht man grundsätzlich die gerichtete Bewegung
von Ladungsträgern. Die Ladungsträger können sowohl Elektronen
als auch Ionen sein. Ein elektrischer Strom kann nur fließen, wenn
Ladungsträger in genügender Anzahl vorhanden und frei beweglich
sind.
Der einfache Stromkreis
Elektrische Geräte, allgemein als Verbraucher bezeichnet, werden mit
einer Stromquelle (Schwunglichtmagnetzünder), über Leitungen
miteinander verbunden. In diesem Stromkreis kann nur ein elektrischer Strom
fließen, wenn er geschlossen ist .
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Jeder Stromkreis besteht aus:
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Stromquelle
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Leitung
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Verbraucher
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Bei unseren Maschinen heißt das also: Der Strom (Wechelstrom) des
Schwunglichmagnetzünders wir über den Kabelbaum zu den einzelnen
Verbrauchern geführt. Wechselstromverbraucher sind: Glühbirnen,
Schnarre. Nun haben wir aber auch Verbraucher, die Gleichstrom benötigen,
spätesten bei Modellen mit Blinkanlagen ist dies der Fall (ausgenommen
Ducati). Hierzu müssen wir die Wechselspannung gleichrichten:
Einweggleichrichter
Dadurch, daß die Halbleiterdiode den Strom nur in eine Richtung
durchläßt, sperrt sie die vom Wechselstrom kommende zweite Halbwelle.
Wir sprechen hier von einem Einweggleichrichter. (U=Spannung, t=Zeit)
Brückengleichrichter
Durch die Anordnung der Halbleiterdioden in der Schaltung, fließt der
Wechselstrom in zwei verschiedenen Wegen durch die Schaltung.
Resümee
Elektrizität Die Frage, die die heutige Wissenschaft
beschäftigt, ist: Was zum Kuckuck ist Elektrizität?
Und wohin geht sie, nachdem sie den Toaster verlassen hat? Hier ist ein einfaches
Experiment, mit dem wir eine wichtige Lektion über Elektrizität
lernen können: An einem kühlen, trockenen Tag schlurfen wir mit
den Füßen über einen Teppich, greifen dann mit der Hand in
den Mund eines Freundes und berühren eine seiner Zahnplomben. Unser
Freund zuckt heftig zusammen und schreit vor Schmerz auf. Wir lernen daraus,
daß Elektrizität eine sehr mächtige Kraft sein kann, die
wir niemals dafür verwenden dürfen, unseren Mitmenschen Schmerzen
zuzufügen, außer wenn wir eine wichtige Lektion über
Elektrizität lernen müssen. Wir erfahren dabei auch, wie ein
elektrischer Stromkreis funktioniert. Als wir über den Teppich geschlurft
sind, haben wir dabei etliche "Elektronen" aufgesammelt, äußerst
kleine Teilchen, die von den Teppichherstellern in die Teppiche eingewoben
werden, um Schmutz anzuziehen. Die Elektronen fließen durch den
Blutkreislauf und sammeln sich im Finger an, von wo ein Funke zur
Zahnfüllung unseres Freundes überspringt. Von dort aus fließen
die Elektronen durch seine Füße hinunter und zurück in den
Teppich, womit der Stromkreis wieder geschlossen ist.
Heutzutage sind elektrisches Licht, Radios, Mixer etc. für uns bereits
selbstverständlich geworden. Vor hundert Jahren waren solche Dinge noch
völlig unbekannt, was aber nicht weiter schlimm war, da sie nirgendwo
eingesteckt werden konnten. Dann kam der erste Pionier auf dem Gebiet der
Elektrizität, Benjamin Franklin, der während eines Gewittersturms
einen Drachen steigen ließ und dabei einen schweren elektrischen Schlag
bekam. Dies beweist, dass Blitze von derselben Kraft angetrieben werden wie
Teppiche. Leider wurde Franklins Gehirn dabei so stark in Mitleidenschaft
gezogen, dass er nur noch völlig unverständliche Sprüche von
sich gab, wie zum Beispiel "Einen Pfennig gespart heißt einen Pfennig
verdient". Unter Umständen wurde er dann als Leiter des Postamtes
eingestellt. Nach Franklin kam eine Reihe von Entdeckern und Erfindern, deren
Namen in die heutige Terminologie der Elektrotechnik Eingang gefunden haben:
Myron Volt, Marie-Louise Ampere, James Watt, Robert Transformator usw. Alle
von ihnen machten wichtige elektrische Experimente. So entdeckte zum Beispiel
Luigi Galvani (kein Scherz) im Jahre 1780, dass, sobald er das Bein eines
Frosches mit zwei verschiedenen Metallen in Verbindung brachte, ein elektrischer
Strom floss und das Bein des Frosches zuckte, selbst wenn es bereits vom
jeweiligen Frosch getrennt war, der ja sowieso schon tot war. Galvanis Entdeckung
führte zu gewaltigen Fortschritten auf dem Gebiet der Amphibienchirurgie.
Heutzutage können fähige Veterinärchirurgen Metallteile in
die Muskeln eines schwerverletzten oder gar getöteten Frosches implantieren
und zusehen, wie er zurück in den Teich hüpft, ganz wie ein normaler
Frosch, wenn man davon absieht, dass er wie ein Stein zu Boden sinkt. Der
größte Pionier im Bereich der Elektrizität jedoch war Thomas
Alva Edison, ein brillanter Erfinder trotz der Tatsache, dass seine Schulbildung
sehr gering war und er in New Jersey lebte. Edisons erste Erfindung war der
Phonograph, der bald in Tausenden amerikanischer Haushalte zu finden war,
wo er im Prinzip bis 1923 blieb, bis die Schallplatte erfunden wurde. Edisons
Meisterstück jedoch war die Erfindung des Elektrizitätswerkes im
Jahre 1879. Edisons großartige Idee war die Übertragung des Prinzips
des einfachen elektrischen Stromkreises: Das Elektrizitätswerk sendet
Elektrizität über einen Draht zum Kunden und bekommt sie ohne
Verzögerung durch einen anderen Draht wieder zurück, um sie
anschließend (und das ist der geniale Teil daran) gleich wieder zum
Kunden zu schicken. Das heißt, dass ein Elektrizitätswerk dem
Kunden dieselbe Elektrizität einige tausend Mal pro Tag verkaufen kann,
ohne dabei erwischt zu werden, da sich die wenigsten seiner Kunden die Zeit
nehmen, ihre Elektrizität genau anzusehen. Tatsächlich wurde zum
letzten Mal in den USA im Jahre 1937 neue Elektrizität erzeugt. Seitdem
haben die Elektrizitätswerke dieselbe Elektrizität immer und immer
wieder verkauft. Dies ist auch der Grund dafür, warum sie soviel Zeit
haben, sich mit Tariferhöhungen zu beschäftigen. Dank Pionieren
wie Edison oder Franklin und Fröschen, wie dem von Galvani, bietet uns
heutzutage die Elektrizität fast unbegrenzte Möglichkeiten.
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