Das Einstellen des Kontaktabstandes:
Um eine wirklich einwandfreie Zündung zu erreichen, müssen die
Kontaktflächen metallisch sauber sein
( sh.
Kontakte reinigen), bei
geschlossenem Unterbrecher voll aufliegen und bei geöffnetem Unterbrecher
den erforderlichen Abstand haben ( sh. Zündanlagen). Spätestens
alle 5000 km sollte der Kontaktabstand kontrolliert, und nötigenfalls
nachgestellt werden.
Um den Kontaktabstand einzustellen, drehen wir das Polrad in
Motorlaufrichtung solange, bis die Kontakte voll geöffnet sind, oder
der obere Totpunkt erreicht ist
( sh.
Zündzeitpunkt markieren).
An diesem Punkt sollten die Kontakte durch Aussparungen im Polrad zugängig
sein.
Nun lösen wir die Feststellschraube ( sh. oben) mit einem
Schlitzschraubenzieher etwas (nicht ganz), stecken einen passenden zweiten
Schraubenzieher in den Einstellschlitz oder auf die Exzenterschraube und
stellen durch Drehen der Unterbrecherplatte die Öffnung des Kontaktes
möglichst klein ein. Nun ziehen wir die Feststellschraube halbfest!
und verstellen die Unterbrecherplatte (nun etwas schwergängig) solange,
bis der vorgeschriebene Kontaktabstand erreicht ist. Dies kontrollieren wir
mit einer Fühlerlehre. Die Fühlerlehre muß leicht durch die
Kontaktfläche gleiten.

Nachdem wir so den Kontaktabstand kontrolliert haben, ziehen wir die
Feststellschraube an. Der Kontaktabstand ist nun eingestellt.
Das Einstellen des Zündzeitpunktes:
Als nächstes müssen wir nun den Zündzeitpunkt einstellen,
dies geschieht durch Verdrehen der Ankerplatte. Bei allen Zündanlagen
ist die Ankerplatte mir Schlitzschrauben M4 befestigt.

Den Motor starten, und Polrad sowie Gehäusemarkierung mit Zündpistole
anblitzen, beide Markierungen müssen sich gegenüberstehen.
Stimmen die Markierungen nicht überein, Ankerplatte bei stehenden Motor
verdrehen, und festziehen. Erscheint die Schwungradmarkierung bei linksdrehendem
Motor links von der Gehäusemarkierung (Spätzündung), ist die
Ankerplatte nach rechts, erscheint sie rechts von der Gehäusemarkierung
(Frühzündung), ist sie nach links zu verdrehen. Läßt
sich der korrekte Zündzeitpunkt nicht mehr einstellen , muß der
Kontakt erneuert werden.
Zündzeitpunkt mit Prüflampe einstellen:
Seit etwa ´73 werden Plastoferrit-Magnete verwendet, die es erlauben,
den Zündzeitpunkt mit einer Prüflampe zu überprüfen.
Bei den vorher verwendeten Magneten kann es zu Entmagnetisierungen kommen,
wenn Strom einer Batterie in die Spule der Schwunglichtmagnetanlage gelangt.
( sh.
Schwunglichtmagnetzünder/Selbstinduktion).
Deshalb bin ich auf diese Methode nicht näher eingegangen, zumal sie
auch ungenau ist und einen höheren Arbeitsaufwand erfordert.
siehe auch : Werkzeuge
siehe auch :
Zündanlagen
siehe auch :
Kontakte erneuern
|