Magnet-Hochspannungs-Kondensator-Zündung (MHKZ) Triggerung über
Rollengeber.
In Sternausführung
Das Polrad:
Das Polrad ist mit einem Plastoferrit-Magnetband und sechs aufgeklebten
Polschuhen ausgestattet. Zur Ansteuerung des Rollengebers haben zwei Polschuhe
fahnenartige Fortsätze.
Symmetrische Magnetisierung, d.h. 3 Nordpole und 3 Südpole.
Elektronikbox:
In der Elektronikbox sind die Halbleiterbauteile, der Speicherkondensator
und die Zündspule zu einer Baueinheit zusammengefasst und mit Expoxitharz
vergossen.
Die Verbindung zur Ankerplatte und zum Abstellschalter erfolgt über
einen unverwechselbaren Steckanschluß.
Aufladen des Speicherkondensators:
Bei der Drehung des symmetrischen magnetischen Polrades werden im
Ladegeneratoranker 3 positive und 3 negative Spannungshalbwellen induziert.
Nach der Gleichrichtung durch die Ladedioden D1 + D2 laden nur die drei positiven
Halbwellen der Ladespannung einen 1.3 Mikrofarad Speicherkondensator auf
ca. 350 V.
Ansteuerung des Thyristors:
Beim Vorbeilaufen der Polschuhfahnen wird in der Spule des Rollengebers eine
Wechselspannung induziert. Erreicht diese Steuerspannung die erforderliche
Höhe, schaltet sie dem Thysistor in den leitenden Zustand. Die Ansteuerung
erfolgt nur mit der positiven Halbwelle, während die negative durch
eine Diode blockiert wird.
Zünden:
Über die jetzt leitende Strecke A ---> B des Thyristors entlädt
sich die Energie des Speicherkondensators. Der durch die Entladung
hervorgerufende Stromanstieg induziert in der Sekundärwicklung die zum
Zünden benötigte Hochspannung.
Eigenverstellung des Zündzeitpunktes:
Das beschriebene Zündsystem vereinigt zwei sich überlagernde
Erscheinungen der Zündzeitpunkt-Verstellung. Im Drehzahlbereich von
0- ca. 1200 U/min wird eine Verstellung des Zündzeitpunktes um etwa
2 Grad KW nach früh dadurch bewirkt, dass mit steigender Drehzahl die
zur Zündung erforderliche Steuerspannung (UT) des Thyristors früher
erreicht wird.

Dieser Frühverstellung überlagert sich mit der zunehmenden
Winkelgeschwindigkeit der Einfluß der Induktivität der
Geberspule.
Sie bewirkt eine Phasenverschiebung der induzierten Spannungsimpulse und
damit eine leichte Spätverstellung des Zündzeitpunktes.
Rücklaufsicherheit:

Wie aus obiger Abbildung zu ersehen ist, wird der Thyristor in verkehrter
Drehrichtung zwar angesteuert und ein Zündfunken erzeugt, doch der
Zündzeitpunkt Zp2 liegt gegenüber Zp1 um den Winkel x (ca. 15 Grad)
verschoben. Bezogen auf O.T. liegt der Zündzeitpunkt Zp2 um x + VZ
nach O.T. Der Zündfunke kommt also in einem Zeitpunkt, in dem
die Kolbenstellung einen Rücklauf des Motors nicht mehr ermöglicht.
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